Wahlempfehlung für den BPT 2016.2

Ende August ist mal wieder Bundesparteitag mit Vorstandswahl – und dann schauen wir doch mal was die nächsten Monate ansteht:
Landtagswahl in Berlin, Saarland, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen – also genau die 4 Landtage, in denen Piraten vertreten sind und im September 2017 die Wahl zum Bundestag. Das sind verdammt wichtige Termine. Umso wichtiger ist es, das wir einen Bundesvorstand wählen, der die nächsten 12-13 Monaten erfolgreich arbeitet. Wie können wir denn Erfolg haben? Ich versuche es mal mit einem kurzen Video:

Als TEAM. Also nicht im Sinne von Toll-Ein-Anderer-Machts sondern im Sinne von GEMEINSAM. Das ist dieses ZUSAMMEN. Wir können auch gerne mal zusammen streiten und diskutieren, aber am Ende halten wir zusammen. Und nicht nur der BuVo soll als Team funktionieren, sondern die ganze Piratenpartei muss als Team arbeiten. Vielleicht sogar mal die Basis mit dem Bundesvorstand. Und umgekehrt. Es sollte doch möglich sein, dass ein Vorstand in die Basis hineinhorcht, und dabei nicht nur den lauten Stimmen im Mumble sondern insbesondere auch den leisen zuhört. Warum das wichtig ist?

„Motivation ist die wichtigste Währung unserer Partei“ hat der 2V NRW erst vor kurzem getwittert. Dem möchte ich fast etwas widersprechen und sagen: Motivation mag der wichtigste Motor sein, aber Anerkennung und Aufmerksamkeit ist die Währung! Oder wie @nanunana249 noch treffender bemerkte: Wertschätzung

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Denn „wenn man sich halt nicht aktzeptiert und überflüssig vorkommt, nix angenommen wird was man sagt, zieht man sich eben zurück“ – auch das ein treffendes Zitat, das ich bei @Froeschchenblub geklaut habe.

froeschchenblub_status_748507204001619968

Also soweit klar, der Piratenschlumpf will einen BuVo der stressfrei zusammen arbeiten kann, der auch etwas tut und sich auch noch mit der Basis abstimmt (das geht nicht immer, schon klar), die Basis motiviert und eine Basis-BuVo-Kombination die von einer gewissen gegenseitige Wertschätzung getragen wird. Na wenn es sonst nichts ist… 😎

Im Prinzip gehts mir aber genau darum. Und wer zur Buvo Wahl auf dem #bpt162 der #Piraten am Ende nicht Teil eines tragfähigen Team sein kann, bekommt übrigens meine Stimme nicht. Punkt.

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Gemeint ist Teamfähigkeit (nicht die Kandidatur eines 9-köpfigen vorkonfigurierten Teams) und das der neu gewählte Vorstand vernünftig zusammenarbeiten kann.

Aber in diesem Blog soll es ja um eine Wahlempfehlung gehen [1]. Also Butter bei die Fische:


Fangen wir mal „unten“ im bei der Kandidatenliste im Wiki an, bei Politischer Geschäftsführer, gleiches gilt für den (optionalen) Stellvertreter:

Ich wünsche mir schon lange einen polGF, der sich HowToVorstand#polGF aus dem wiki zu Herzen nimmt, eigentlich auf allen Gliederungsebenen. Die ersten 6 Absätze wären schon ein Traum. Vielleicht bekomme ich zu wenig von der Arbeit unserer polGF mit – aber insgesamt ist da, besonders bei den Punkten aus dem Wiki, noch Luft nach oben. Meinem Gefühl nach braucht unsere politische Arbeit in AGs neuen Schub. Da reicht es nicht markige Reden zu halten, es müssen auch Dinge passieren.

Oder schaut euch doch beispielsweise unsere offizielle politische Präsenz auf https://www.piratenpartei.de/politik/wahl-und-grundsatzprogramme/ an: Von der Unübersichtlichkeit mal abgesehen, alleine der zweite Link: Das Grundsatzprogramm als PDF, Stand von 2012. Als ob es da seit 2012 keine Änderungen gegeben hätte! Sowas treibt mir Tränen in die Augen wenn ich das sehe! Also hört bei den Reden zu, erinnert euch was ihr von den Kandidaten kennt, erlebt und erfahren habt und trefft eine gute Wahl, es gibt viel zu tun.


Als nächstes ist da die Generalsekretärin, Stellvertreter und optionaler zweiter Stellvertreter:
Recht übersichtliches Kandidatenumfeld, je eins pro Amt und ich kenne ihre Arbeit und alle persönlich, auch in Ausübung ihrer Ämter von mehreren Verwaltungstreffen.

  • Die H3rmi die das schon länger macht (traut sich da eigentlich niemand auf ihrer Wiki-Seite Kritik zu äußern?).
  • Der Tomatenfisch, seit 2014 GenSek in Bayern und mein Kollege in der SG Mitgliederbetreuung.
  • Der Enterhaken, seit 2014 GenSek LV Saarland, auch ein erfahrener GenSek, wenn auch eines kleines LVs.

Ja was soll ich sagen.. als Teammitglied in der SG Mitgliederbetreuung und meinem Einblick in die Verwaltung auch hinter den Kulissen bin ich befangen und kann ich euch nur sagen, die drei könnt ihr alle sehr gut wählen. Das wird im Generalsekretariat auf jeden Fall harmonieren wie es bereits heute gut klappt. Natürlich sind nicht immer alle GenSeks und Teammitglieder einer Meinung aber genau das Gegenteil von dem was @Froeschchenblub sagt passiert bei uns. Wir wägen bei einer Idee die Machbarkeit, Priorität und den Aufwand ab, schliesslich sind auch unsere Ressourcen endlich und daher geht nicht alles immer einfach oder sofort – aber im Prinzip habt ihr da ein echtes gut funktionierendes Team und die GenSeks haben besonders in den letzten Jahren ne Menge guter und wichtiger Dinge umgesetzt und erreicht.


Weiter hoch im Wiki: Schatzmeister und optionaler Stellvertreter:

Unser bisheriger Schatzmeister SBO kandidiert nicht mehr und Lothar aka @Bitsammelwanne, sein Stellvertreter, steht noch nicht im Wiki. Lothar ist ein Arbeitstier als 2.Schatzmeister. Vielleicht nicht der Typ, der mit der Faust auf den Tisch haut und ziemlich nerdig und auch tief drin in den Zahlen, Buchhaltung und Technik, aber ein guter Stellvertretender. Soweit ich das mitbekommen habe, ist http://finanzen.piratenpartei.de das Werk von @Bitsammelwanne und @irm_tw (es war lange überfällig und ich bin dankbar das wir das jetzt haben). Tja.. was soll ich sagen.. meine ganz persönliche Meinung und Einschätzung: ich wünsche mir, dass einer unserer fähigen LV-Schatzmeister auf die Bühne springt und zum Schatzmeister kandidiert, damit Lothar nicht im Rampenlicht stehen muss und wieder als 2.Schatzmeister seine Arbeit fortsetzen kann. Vielleicht jemand der Ideen und Mut hat, alte oder neue Ideen umzusetzen bzw. zu fördern. Das ist schwer, wenn das Tagesgeschäft fast alle Zeit auffrist, insofern soll das kein Vorwurf sondern ein Wunsch sein. Aber mit Lothar als Stellvertreter sollte das Schatzmeisteramt gar nicht mehr so schwer sein, also gebe sich jemand einen Ruck. Falls das wirklich nicht passiert, dann müssen wir wohl Lothar ins Schatzmeisteramt tragen, denn irgendwie seh ich sonst weit und breit wenig anderen Optionen :-/

Und dann haben wir noch im Wiki den Datenschutzbeauftragten, der als 2. Schatzmeister kandidiert. Da kommt jetzt die „TEAM“ Sache ins Spiel. Es reicht vielleicht ein einziges Beispiel: Der DSB hatte den Bundesvorstand mit drei Klagen überzogen, die am 31.3.2016 vor dem Bundesschiedsgericht verhandelt wurden. Dabei ging es darum, die Nutzung der Software zur Mitgliederverwaltung zu untersagen (sic!), die Nutzung des geänderten Eintrittsformular zu untersagen (sic!!) (Die Änderung war durch einen SÄA auf Senkung des Eintrittsalters nötig geworden) und sich einen Zugang zu allen Mitgliedsdaten zu erklagen (sic!!!). Ich persönlich glaube ja nicht das z.B. der DSB einer Großbank Zugang zu allen Konten aller Kunden hat oder braucht und sehe nicht ein wieso das dann in einer Partei sein müsste. Aber von meiner persönliche Meinung mal abgesehen: Das diese Klagen keine Begeisterungsstürme beim Bundesvorstand und in der Verwaltung erzeugt haben, kann sich der geneigte Leser vielleicht denken (und das ist sehr diplomatisch ausgedrückt). Die Stimmung im Justiziariat stieg natürlich schon, nachdem alle drei Klagen mit Pauken und Trompeten vom BSG abgewiesen wurden. Allerdings ist das nur die Spitze eines Eisbergs in Sachen unterschiedliche Rechtsauffassungen zwischen Teilen des Bundesvorstands/ Justiziariat/ Mitgliederverwaltung/ Datenschutzbehörde auf der einen und des Kandidaten auf der anderen Seite. Ob es der Harmonie eines Vorstands und seiner Beauftragten zuträglich ist oder ob es im Zweifel besser ist ein sowieso optionales Amt im Bundesvorstand nicht zu besetzen überlasse ich eurer Wahl.


Stellvertretender Vorsitzender:

Wenig spannend, da kandidiert (zum Zeitpunkt dieses Blogpost) nur der @PiratSued.
Ich habe Carsten immer als besonnenem Pol wahrgenommen, der dann in Ruhe und nach Abwägung der Sachlage entscheidet. Eine Wohltat in Zeiten von schnell aufschwappenden Twitter Empörungswellen. Wahlempfehlung.


Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland:
So.. da habt ihr alle drauf gewartet, oder?
Ich sagte am Anfang, es warten verdammt wichtige Termine auf uns. Und viel Arbeit. Da will ich niemanden als 1V haben der keine Erfahrung mindestens als 1V auf Landesverbandsebene hat – damit scheiden schon mal ein paar Kandidaten aus.
Und bitte keine Protestwählerei. Ernsthaft. Bei Akzeptanzahl könnt ihr auch einen leeren Zettel abgeben wenn euch kein Kandidat zusagt! Ein Wahlzettel ohne Kreuze bedeutet das ihr alle Kandidaten ablehnt, das wird auch so gezählt und ist besser als aus Protest jemanden Ungeeigneten zu wählen. Es ist zwar nicht schön, wenn keiner das 50% Zustimmungsquorum im ersten Wahlgang erreicht, aber immer noch besser als einen Protestkandidaten im Amt zu haben!

Bevor jemand „alte Kamelle“ schreit, der @hagenbaeumer hat am 4.8. selbst den Link zu diesem Interview mit ihm getwittert. Im positivsten Fall ist das alles Satire und Politprovokation – aber tut mir leid, der 1V ist ein Aushängeschild für die Piratenpartei und keine Spielwiese für Provokation und Satire.

Sorry, aber für mich läuft es auf die Frage „Pakki oder Sekor?“ hinaus – und, das habe ich bereits auf dem LPT NRW zu Sekor gesagt, dass ich glaube, das wird eine spannende Wahl!

Der Herausforderer hat mit http://pakki.be/wie-moechte-ich-piraten-nach-vorne-bringen/ eine lange Liste von Dingen vorgelegt, die er sich vorgenommen hat. Da ist auch viel die Rede von „an einem Strang ziehen“.
Sekor hat die Erfahrung des Amtes. Und ich glaube, beide haben das mit dem „gemeinsam“ irgendwie verstanden und doch unterscheiden sich beide natürlich mit ihrer jeweils eigenen Art deutlich von einander. Sekor war sogar auf einer Peira-Matinee – eingeladen und hingegangen. Und viele Piraten aus verschiedensten LVs haben in LV Berlin beim Wahlkampfauftakt geholfen: Mein begrenzte Sicht hat Helfer aus NRW und Hamburg mitbekommen. H3rmi, Frau_Semm, PiratSued und Sekor haben gemeinsam mit Berlinern plakatiert und ich habe das als sehr motivierendes Zeichen wahrgenommen. Irgendetwas mit dem „zusammen“ klappt also schon – aber wie soll das in Zukunft gestaltet sein?
Und auf der negativen Seite, einfach mal ganz allgemein: Wir haben alle unsere Fehler, da sind weder Du, geschätzter Leser, ich selbst und auch Pakki und Sekor keine Ausnahmen.

Es gibt viel zu tun. Und Team muss sein. Der BPT Halle war ein wichtiger Moment aber gleichzeitig teilweise schmerzhaft in seiner Wirkung und wir müssen diese Wunden heilen. Wir haben tolle Menschen in dieser Partei die ich schätze und die politisch linker sind als ich und wir haben tolle Menschen in dieser Partei die ich schätze und die politisch liberaler sind als ich.
Ein GEMEINSAM schaffen wir nur, wenn wir die unterschiedlichen Strömungen unserer Partei unter einen Hut bekommen. Ich glaube das ist möglich. Wir können miteinander diskutieren ohne uns zu böse zu streiten. Gleichzeitig müssen wir aber innerparteilich nicht alles zulassen und dulden: Als Mitglied einer Partei gibst du keine Wahlempfehlung für eine andere Partei ab oder kaperst ihre Jugendorganisation. Entsprechendes gilt auch für „die andere Seite“ – Ich hab selbst ein am Ende erfolgreiches PAV gegen jemandem beantragt, der eher in die Kathegorie „besorgter Bürger“ gehört und sich eher parteischädigend verhalten hatte. Auch wenn man nicht immer mit allem einverstanden ist – es gibt Grenzen und es gibt immer wieder ein paar Einzelpersonen die diese Grenze überschreiten und versuchen uns auseinander zu bringen!
Innerhalb der Grenzen müssen wir mit Kritik umgehen können, Meinung respektieren aber auch Mehrheitsentscheidungen akzeptieren. Ich bin auch nicht mit jeder Entscheidung eines Parteitag oder Vorstands glücklich oder schaffe 100% im Wahl-O-Mat, aber ich stimme immer noch dem überwiegenden Teil der Entscheidungen zu, und ihr schafft es immer noch, mich manchmal zu flashen (neben diesen Kopf-Tisch-Momenten, aber die gehören wohl auch einfach dazu).

Aber wer soll nun 1V werden? Nee, so einfach mach ich euch das nicht. Denkt selbst. Hört den Kandidaten gut zu. Hört auf das was sie sagen und vor allem was sie nicht sagen und ich freue mich auf eine faires Grillen. Abschließen möchte ich mit 2 Zitaten von @Christian_Sylt und @KillarNBathy, denen ich sehr zustimmen kann:

KillarNBathy_status_761124439228452864

 

Der @KillarNBathy hat natürlich irgendwie recht:

Am Ende ist entscheidend was wir alle gemeinsam aus der Piratenpartei machen, nicht wer 1V ist!

 

[1] Grundlage für diesen Blogeintrag war die Kandidatenliste im Wiki zum 5.8.2016 https://wiki.piratenpartei.de/wiki/index.php?title=Bundesparteitag_2016.2/Kandidatur&oldid=2492757.

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31 Kommentare zu “Wahlempfehlung für den BPT 2016.2

  1. Wer garantiert eigentlich Deine Integrität und gibt Dir das Recht, anderen Ungeheuerliches zu unterstellen?

    • Um welche Ungeheuerlichkeit soll es da gehen? Stimmt das mit den 3 Klagen vor dem BSG nicht? Ich habe die Information aus dem Wiki bzw. war im Mumble bei der Verhandlung Zuhörer.

      Das es weitere unterschiedliche Rechtsauffassungen gibt, hast du doch mit

      https://twitter.com/bastianbb/status/762717638061617152

      bestätigt. Das Problem dabei ist nämlich nicht die Versagung an sich sondern die Tatsache das die angeblichen „gesetzlichen Rechte“ eben von der Mehrheit des Bundesvorstands/Justiziariat etc. nicht als solche angesehen werden.

      • Die Ungeheuerlichkeit besteht darin, mir zu unterstellen, ich würde zwecks geplanten Mißbrauchs an die Mitgliederdaten kommen wollen. Dass sich ein Laiengericht unliebsame Klagen von Hals hält, ist eben so. Allerdings muss erst der innerparteiliche „Rechtsweg“ ausgeschöpft werden. Und mein Job ist es, Datenmissbrauch zu verhindern und möglichen aufzudecken. Dazu gehört auch eine rechtliche Überprüfung, die sich an den gesetzlichen Vorschriften orientiert. Das sind reine Sachfragen. So wie es auch in Frage zu stellen ist, warum wer weswegen mit welchem Niveau an Integrität hier Zugriffsrechte bekommt.

      • Eine Unterstellung von geplanten Mißbrauch der Mitgliederdaten kann ich beim Besten willen nicht in meinem Text erkennen, aber das möge der geneigt Leser selbst beurteilen. Da sehe ich schon eher die Unterstellung in deinem Kommentar, das das Bundesschiedgericht sich mit unliebsamen Klagen nicht auseinandersetzen möchte sowie einen inzwischen wiederholten Angriff auf meine Integrität.

        Man kann schon zum ad hominem Argument greifen wenn man keine Sachargumente mehr hat, von einem Bundesvorstandskandidaten und im Übrigen auch von einem Bundesdatenschutzbeauftragten erwarte ich allerdings nicht nur einen deutlich höheren Level von Souveränität sondern auch weniger Dünnhäutigkeit.

  2. Da der Schlumpf kein Toaster ist, gibt es keine Garantie (außerdem wäre das Rückgaberecht längst abgelaufen….)

    Auch wenn ich rechtlich eine etwas differenziertere Meinung zu den DSB-Streitfällen habe(die nicht in so einen Kommentar gehören/passen), bin ich hinsichtlich der Notwendigkeit von Teamfähigkeit in einer Linie mit Schlumpf. Das war bislang hinsichtlich der Bandbreite der unterschiedlichen Auffassungen in der PP immer eins unsere beiden großen Defizite: Wunderbare und sehr differenzierte Einzel-Individuen, aber oft nicht fähig zu einer gut funktionierenden Zusammenarbeit für das Große und Ganze. (Das andere Defizit hat was mit Organisation zu tun, aber hier hat man –durch Schmerz- schon deutlich gelernt).
    Während es zur Rolle eines DSB sehr passt (und eigentlich fast zwingend notwendig ist) ein streitbarer Geist zu sein, sollte unser nächster BuVo vor allem ein sehr gut zusammenarbeitendes Team sein, wo streitbar nicht unbedingt die ideale Eigenschaft ist.
    Aber (tja, nichts ist umsonst), das sehe ich für die Rolle als Schatzmeister als notwendig an, hinsichtlich des zweiten Schatzmeister hängt dies massiv davon ab, welche Rolle man diesem Posten zugesteht. Wenn man diese Rolle nur als Ersatzposition für den Ausfall des ersten Schatzmeisters oder als reinen Zuarbeiter für diesen sieht(Posten zu vergeben ist einfacher/billiger, als Personal zu stellen), ist die Teamfähigkeit und die Bereitschaft sich unterzuordnen sicherlich sehr wichtig, wenn man aber(wie ich es gerne mache) den zweiten Schatzmeister bei so einer sensiblen Sache wie Geld(*bitte Geräusch von klingenden Goldmünzen einfügen*) als Kontrollinstanz sieht, die dem ersten Schatzmeister( und dem Rest) in Sachen Geldverwaltung(des Parteigelds) auf die Finger schauen soll, ist wiederum ein streitbarer Geist gar nicht so falsch. Also hängt es sehr stark davon ab, was man von der Rolle als zweiten Schatzmeister erwartet (oder haben will), um zu sehen, wer für diese Rolle am besten passt.
    TL:DR Was will´ste vom zweiten Schatzmeister: Arbeitsbiene/Ersatz-Schatzi oder Kontrolleti? Choose your weapon…

    • Dank dir Schlumpf für die Auflistung. Ich kann sie in großen Zügen teilen und zustimmen.
      Die Kandidatur von Herrn Krone werte ich ebenfalls als eher persönlich motiviert, wenn nicht gar als schlichten Versuch sich auf dem Podium Redezeit zu sichern, um in dieser gegen den aktuellen Bundesvorstand zu schimpfen.

      Gleichwohl finde ich, dass dies ein sehr bedauernswertes Beispiel ist, wie wir es bei den Piraten viel zu häufig finden: Auch bei meiner persönlichen sachlich und arbeitsbezogen bedingten Aversion gegen Herrn Krone als DSB, muss ich ihm zugestehen, daß er ein aktiver Pirat ist, der an vielen anderen Stellen gute Arbeit leistete und leistet. Er ist rührig und vertritt die Partei auch in verschiedenen Themen durch Themen und Aktionen.
      Das er dir hier jedoch nun das Recht auf deine Meinung absprechen will und sich empört gibt, ist ein ziemlich dummer Patzer, der mEn den Charakter entblößt: Den eines „Kontrolleti“, eines Meinungs- und Daten-Blockwarts, der für sich selbst alle Rechte sieht, aber andere Menschen und Meinungen nicht anerkennt und diese abwertet.
      Er sieht es als „Ungeheuerlich“ an, das jemand eine negative Meinung zu ihm äußert. Aber als DSB, zu dem unverständlicherweise und aus intransparenten Gründen von einem ehemaligen BuVo ernannt wurde, lässt er sich dazu hinreißen, ein Gremium, in dem übrigens auch Volljuristen sitzen als „Laiengericht“ hinzustellen?
      Über ein solches Verhalten mag jeder selbst denken was er oder sie will. Ich für meinen Teil möchte nicht, das eine solche Person, so wie er derzeit drauf ist, in die Lage versetzt wird, meine Daten oder die von anderen unkontrolliert einzusehen.

      • Ach Gottchen. Hier steht so viel Falsches, aber Meinungsfreiheit ist ja ein hohes Gut,^^ Die Intransparenz des DSB war so intransparent, dass eine Ausschreibung mit Lebenslauf und allem Pipapo gefordert war und sogar ein Führungszeugnis vorgelegt wurde. Ich bin nicht sicher, ob bei anderen Mitarbeitern überhaupt die bürgerlichen Namen bekannt sind. Und ja, DSB sind Controlettis im besten Sinne. Aber was hat denn der Xwolf so alles im Leben geleistet, dass er sich so über mich äußern könnte? Ich finde das schon ziemlich lustig, wie hier Menschen draufhauen.

      • „aber andere Menschen und Meinungen nicht anerkennt und diese abwertet“ – scheint eine selbsterfüllende Prophezeiung zu sein. Jemandem die Meinungsäußerung abzusprechen, weil man selbst keine Ahnung hat was die Person schon geleistet hat ist schon hart.
        Die Meinungsäußerung davon abhängig zu machen was jemand geleistet hat noch härter.
        Herr Krone sollte tatsächlich für den Bundesvorstand kandidieren, aber besser in einer anderen Partei.

  3. Warum kommt es überhaupt so weit, dass der DSB vor dem Schiedsgericht klagt? Da muss es doch schon im Vorfeld eskaliert sein. Da zu erwarten ist, dass es da kaum personelle Veränderungen geben wird und in Anbetracht, dass es mit dem Kandidaten ja auch schon VOR diesem Bundesvorstand (2012/2013) juristische Auseinandersetzungen gab ist das ja eher so als würde man ein brennendes Zündholz in ne Fabrik für Feuerwerkskörper werfen. Und hoffen, dass es mal ein wenig Rauch gibt. m(

    Aber jetzt mal abgesehen von der Position des stellv. Schatzmeisters:
    Dass auf der Webseite noch das Programm von 2012 steht ist echt traurig. Überhaupt ist die Webseite in einem desolaten Zustand, wenn man das mal mit anderen Parteien vergleicht. Wenn die CDU nen besseren Web-Auftritt hat als wir, dann fragt man sich, was die Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit überhaupt gemacht haben in den letzten 2 Jahren. Da steht ja auch immer noch der tote Link zu LQFB drin. Das ist ja peinlich. Ein bisschen frischer Wind tut da glaube ich Not.

  4. Was soll bereits im Vorfeld der Wahlen das Kompetenzgerangel. Ich lese hier aus Deinen Antworten, Bastian, dass Du dich auch in der Rolle des stellv.Schatmeister eher als Kontrollinstanz den als eine wertvolle Hilfe für den Bundes-Schatzmeister siehst.
    Auch ich habe mich bei einem BSG-Termin im mumble gefragt ob Deine Zielsetzung nicht vorrangig Deiner persönlichen Befriedigung/Rechthaben als dem Wohle der Partei gilt. Diese Klagen vor dem BSG kosten Zeit, Nerven u. Motivation.

    Wir können uns jetzt nicht leisten, 2017/18, Experimente in der Zusammenarbeit des zukünftigen Bundes-Vorstandes durchzuführen. Wir brauchen ein eingeführtes tragbares Team, das gerne umbesetzt und ergänzt werden kann. Die Personen des zukünftigen Bundes-Vorstandes sollten Ihre Teamfähigkeit bereits erfolgreich bewiesen und auch in Ihrer Kandidatur-Bewerbung glaubhaft vermitteln das sie für das angestrebte Amt bereits Praxiswissen in der Parteiarbeit erworben haben.

    Keine Spielchen
    — NICHT JETZT —

    • @Netter PC: Ich sehe mich als 2. Schatzi überhaupt nicht als Controlletti und DSB und Vorstand schleißen einander aus. Ich habe geschrieben, was mir besonders wichtig ist: Die Finanzlage der Partei auf der Einnahmeseite erheblich zu verbessern, sonst ist Essig mit Wahlkampf. Ich traue mir da einige Kompetenz zu; das hängt ein ganz klein wenig mit meiner Tätigkeit zusammen.^^ Für 2015 habe ich für meinen kleinen KV immerhin mit rd. 10.000 EUR vorgelegt. Kann man gerne nachmachen. 😉

      • Hui, da stolpert aber grade jemand über die eigene Transparenz.
        http://finanzen.piratenpartei.de/guv.php?bk=57&jahr=2015

        „10k Aufwandsspenden juristischer Personen durch Forderungsverzicht“ aus dem eigenen IT-Firmenkonstrukt abzuzwacken in dem man Dienstleistungen für die Partei erbringt ist eine tolle Leistung, keine Frage. Ist aber als DSB etwas heikel, da seine Finger drin zu haben. Und davon jetzt die Kompetenz abzuleiten ein Profi in Sachen Fundraising und Spendengewinnung zu sein ist ja auch ne ziemlich dreiste Selbstinszenierung.

      • @Hannes: Diese „dreiste Selbstinszenierung“ führt immerhin dazu, dass alle davon profitieren, denn die 10.000 EUR erzeugen ebenso viel Zuschuss aus der staatlichen Teilfinanzierung, also einen halben Bundesparteitag, Im Übrigen wurde alles von einer Hauprversammlung nach ausführlicher Diskussion abgesegnet. Das ist deswegen so wichtig, weil wir den Weg für weitere Finanzquellen öffenen müssen. Und wie die anderen Profis in Sachen Fundraising etc. agierten, haben wir jetzt seit Jahren zur Kenntnis nehmen können. Die Software dafür soll allein 15.000 EUR gekostet haben, ohne wesentliche Einnahmen zu generieren.
        Ist doch schön, dass sich das „eigene Firmenkonstrukt“ solche Unterstützung leisten kann und auch noch hübsch versteuern muss. Ich bin sicher, es gibt noch Piraten, die nicht labern, sondern auch machen (wollen). Missgunst hilt da nicht weiter. Ich würde sogar meinen, sie wäre parteischädigend. 😉

  5. Die Rolle eines DSB sieht nicht vor ein Team mit dem Vorstand zu bilden, den er kontrollieren soll. Man kann Fragen ob es sinnvoll ist DSB und Vorstandsmitglied zu sein. Der Schluss man könne kein Team bilden ist jedoch unzulässig.
    Da die Piratenpartei sich den Datenschutz auf die Fahne schreibt, sollte sie selber den höchsten Ansprüchen genügen. Das DSB und Vorstände manchmal zu unterschiedlichen Interpretationen der Gesetzestexte kommen ist auch in der allgemeinen juristischen Praxis nicht ungewöhnlich. Differenzen mit Hilfe der parteiinternen Schiedsgerichte zu klären ist doch ein vernünftiger Ansatz. Um Klassen besser als Bundes- oder Landesdatenschützer einzubeziehen oder ordentliche Gerichte zu bemühen.

    Viel wichtiger ist die Frage, ob/wie die neuen Vorstände die internen Probleme der Partei angehen.
    Zum Beispiel das Parteiprogramm:
    Die die meisten Piraten ja IT affin sind sollten sie doch mit dem Werkzeug GIT vertraut sein.
    Es dient dazu einen Hauptzweig gültiger Textdokumente mit Versionierung zu verwalten, wobei jeder Änderungen und Erweiterungen einbringen kann, die bei Annahme in den Hauptzweig übernommen werden.
    Ein ständig aktuelles Partei-/Wahl- bzw. Grundsatzprogramm. Ausgestattet mit einer Suchfunktion wie z.B. hier: https://service.piratenpartei-nrw.de/piratenportal/public/themen/themen.jsf
    Oder mit Beispiel ‚Asyl‘
    https://service.piratenpartei-nrw.de/piratenportal/public/themen/show.jsf?useKeyword=Asyl

    idealerweise mit Informationen zu Antragstellern, Experten, Lobbyisten, Protokollen, Aufzeichnungen, Quellen, Diskussionen, Angaben zur Versammlung die das angenommen hat und ein Link zur Videoaufzeichnung.
    Damit könnte man dann auch glaubhaft Wahlkampf zum Thema Transparenz machen…
    Um man könnte nicht bearbeitete Anträge erkennen, und vielleicht Aktualisiert der Entscheidung zuführen.

    Aber hey, das Wiki ist heilig und Transparenz bedeutet im Wiki verstecken.

  6. @fulleren „Man kann Fragen ob es sinnvoll ist DSB _und_ Vorstandsmitglied zu sein.“

    die frage stellt sich nicht. beides gleichzeitig ist ausgeschlossen.

  7. Du siehst den Polgef als jemand an, der nach innen wirkt: AG-Arbeit, Wiki, usw.
    Ich denke, wir brauchen da eine Rampensau, einen Wadenbeißer – eben einen mit „markigen Reden“. Einen, der in der Zeitung steht oder im Fernseh redet.
    Ob unser Wiki hübsch ist, interessiert nicht. Parteiprogramme sind nicht wahlentscheidend. Man sollte natürlich ein schönes haben. Haben wir ja auch, offenbar nur noch nicht so im Wiki.
    Beides zusammen – Arbeit nach innen *und* nach außen, gibt es nicht wirklich in Personalunion, jedenfalls nicht auf Buvo-Ebene. Dafür ist der Arbeitsaufwand zu groß.
    Früher hatten wir Beisitzer. Nun ja, jetzt haben wir eben viele Stellvertreter. Dann ist es eben egal, wie der Posten heißt, die Arbeit muss halt gemacht werden.
    Wenn Polgef und Stellvertretender Polgef sich so die Aufgabengebiete aufteilen, ist es gut. Hat ja im letzten Jahr auch funktioniert. Das was „nach innen“ getan wird, erzeugt halt nicht soviel Echo nach außen.

    BTW: was ist denn eigentlich so mit Kassenprüfern? Brauchen wir keine mehr? 😉

    • Kassenprüfer werden diesesmal natürlich auch gewählt, wie auch in der TOP in der Einaldung steht – Ist mir auch durchgeschlupft. Im Wiki fehlt noch die entsprechende Info – die wird in Kürze noch ergänzt.

    • Wenn es in diesem Artikel die Innenwirkung des polGF etwas überbetont wird, dann liegt es vielleicht daran das nach meiner Wahrnehmung die Innenwirkung in den letzten 2 Jahren unterrepräsentiert war. Der polGF sollte Innen und Außen wirken, ich will da der Satzung gar nicht widersprechen, gemäß der die „politische Leitung und politische Außenvertretung“ Aufgabenfeld u.a. des polGF ist.

      Das der Arbeitsaufwand groß ist steh außer Frage, aber niemand muss das alles alleine oder zu zweit schultern, das von mir angestoßene PDF muss der polGF ja nicht selbst erstellen. Im letzten Absatz des von mir verlinkten Wikiartikels ist sowohl von Innen und Außen auch auch von der Möglichkeit bzw. Notwendigkeit von entsprechenden Teams die Rede. Der/die polGF sollte auf jeden Fall den Bedarf erkennen, Dinge anstoßen, Menschen motivieren und Teams aufbauen. Leitung bedeutet schließlich nicht alles selbst zu tun aber dafür zu sorgen das es getan wird.

      • Wieso ist in der Satzung der pol. Gef überhaupt bei Außenwirkung vermerkt? Das war früher nicht so, also vor Marina und gehört sich auch nicht so. Der pol. Gef soll die thematische Arbeit vorantreiben und nicht nach außen wirken.

    • Hallo Irmgard,
      Politische Geschäftsführer waren bei Piraten und als übliche Definition diejenigen die die interne politische Arbeit organisieren und vorantreiben. Lediglich seit Marina in der Presse als „schöne Piratin“ gefeiert wurde gibt es die Interpretation bei einigen Piraten, dass dieses Amt nach außen wirkt. Nur weil die Presse sich jemanden zum hypen rauspickt, heißt das jedoch nicht, dass das Amt jetzt anders definiert wird. Die Repräsentation nach außen ist der Job des Vorsitzenden und dessen Stellvertreters.
      Man fragt sich in unseren Vorständen schon, ob die Amtsinhaber je ihre Aufgabenbeschreibung gelesen haben, da sie bei Befragungen kaum irgendwas aus ihrem Aufgabenbereich vorweisen können.
      Natürlich kann jede Partei sich immer wieder andere Ämter und neue Definitionen der Jobbeschreibung geben – nur wieso wählen wir dann überhaupt einzelne bestimmte Posten, wenn deren Funktion einigen so unklar ist und immer wieder geändert wird?
      Grüße JeZ

  8. Erstmal herzlichen Dank für diesen umfassenden Beitrag zur Debatte.

    Allerdings muss ich Dir leider widersprechen: Die von Dir erwähnte Verlinkung geschah aus dem Prinzip der Vorwärtsverteidigung, denn was einmal im Netz war, bleibt bekanntermassen auch dort. Da also zu befürchten stand, das Interview mit dem bösen Nazi Hagenbäumer wird so oder so wieder ausgekramt, habe ich lieber gleich selber darauf hingewiesen.
    Im zeitlichen Zusammenhang war das verlinkte Interview ein Akt der Notwehr mit satirischen Mitteln; vorausgegangen war ein massiver Shitstorm gegen mich aus linksbizarren Kreisen, der unter anderem den „kommissarischen BuVo“ zu dem Versuch veranlasst hat, mich quasi per Dekret aus der Partei zu entfernen, was natürlich fehlschlagen musste.
    Inwieweit der 1V ein „Aushängeschild“ sein mag kann man diskutieren. Auf alle Fälle könnte es von Vorteil sein, wenn gerade in einem Jahr, in dem wichtige Wahlen anstehen, dieser Job von Jemand ausgeführt wird, der zum einen einiges von PR versteht und anderseits ausschliesslich Positionen vertritt, die Parteikonsens sind.

    Wir Piraten haben in erster Linie einen 1V, weil uns das Parteiengesetz das vorschreibt.
    Natürlich schreiben viele Journalisten dann vom „Piratenchef“ oder „Parteichef“ aber das ist bei den Piraten nunmal anders. Die gleichen Journalisten behaupten übrigens auch immer wieder, Piraten hätten Deligierte.

    Meine Kandidatur ist KEINE Satire oder Trollerei. Mir geht es klar darum, den Piraten eine Wahl zu ermöglichen. Wer jemals eine von mir geleitet Versammlung erlebt hat, weiß, dass ich sowohl zielstrebig und ergebnisorientiert als auch basisnah und möglichst fair arbeite.

    Sollte also Bedarf an zweckorientierter und vor allem autoritativer Vorstandsarbeit bestehen, dann wäre ich dafür durchaus geeignet.

    Matthias Hagenbäumer

  9. Du schreibst, die Piraten müssen an einem Strang ziehen und für dich würde es auf Sekor oder Pakki hinaus laufen.

    Sekor ist jetzt schon eine Weile im Amt. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Partei einiger geworden ist. Sie ist weiter weniger geworden. Man findet immer noch die selben Konflikte. Piraten, die alles madig reden. Piraten, die Piraten mit anderer Meinung einfach nur beleidigen. Piraten die Gewalt ablehnen werden dafür von anderen Piraten als Nazis beschimpft. Piraten, die die Antifafahne hoch halten, Piraten, die die Antifa ablehnen. Piraten, die intrigieren. Piraten, die überall eine Intrige sehen. Alles beim Alten. Natürlich gibt es auch Piraten, die total gute Arbeit machen, so wie es Piraten gibt, die einfach keine Lust mehr haben. Mein Eindruck kommt etwas aus der Distanz, da ich nicht mehr aktiv bin.

    Pakki kommt mit viel Text und doch wenig konkretem daher, oder es ist schwer zu finden. Gefühlt müssten er und ich bei vielem auf der selben Wellenlänge sein, wenn ich mir seine Wiki-Seite ansehe. Er will ein Projekt wieder aufleben lassen, mit dem die Partei ihre Spaltung und den Beginn des Zerfalls dereinst begonnen hat. Liquide Demokratie soll wieder Thema werden. Dabei wurde LQFB auch vor dem abschalten aus Datenschutzgründen auf Bundesebene schon nicht mehr genutzt. Solche Ideen machen ihn eher unwählbar, denn das wird die Partei nicht einen und nicht stärken.

    Auch wenn Pakki bei öffentlichen Wahlen offensichtlich erfolgreicher als Sekor war (2,8% bei der BTW und zuletzt 1,7% bei der Kommunalwahl NRW 2014, das entspricht dem durchschnittlichen Ergebnis der Partei) glaube ich nicht, dass einer der beiden die Partei nach vorne reissen wird. Es ist schon etwas komisch, dass wir als Partei, bei der die Köpfe mal nicht wichtig waren, jetzt einen Vorstand suchen, der die Wahlen wieder zum positiven entscheidet. Für mich ein Zeichen, dass die Luft raus ist, immer noch, und man sucht einen Motivator. Als ich 2009 Wahlkampf gemacht habe, wusste ich gar nicht, für welche Leute ich kämpfe. Ich war einfach von der Idee überzeugt. Das ist heute bei zu vielen weg.

    Apropos. Es gibt in der Liste der Kandidaten einen, der hat tatsächlich ein herausragendes Wahlergebnis erreicht. Der Hagenbäumer hat zur BTW 2013 den OB-Wahlkampf in Northeim gemanaged. Die Piraten haben bei dieser Wahl das mit Abstand beste Ergebnis am Wahltag der Bundestagswahl eingefahren: 6,5%. Der Wahlkampf für den Kandidaten Saleh El Moghrabi soll etwas unorthodox gewesen sein, aber wirkungsvoll. Wer mit dem Hagenbäumer Kontakt hat, der merkt, dass er gerne etwas überspitzt. Aber er kennt sich aus. Er hat unorthodoxe Methoden und er ist mit ganzem Herzen Pirat. Er ist Realist und er hat Erfahrung. Er hat seinerzeit auch schon das versprochene Wahlziel der APPD umgesetzt. Er wird für die BTW sicher keine 5% versprechen, wie Sekor, aber solche Ergebnisse sind ohnehin Wunschdenken und völlig unrealistisch. Wer jemanden wählt, der das verspricht, der lebt nicht in der Realität. Zunächst müsste man den Laden intern in Ordnung bringen, bevor die Piraten noch eine Chance bekommen sollten und können, in der Politik signifikant was zu bewegen.

    Den Hagenbäumer kennen aber wohl zu wenige in der Partei. Ihm fehlen noch Unterstützer: https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer_Diskussion:Hgb/BPT2016.2 Ich vermute, die Piraten werden am derzeitigen Kurs fest halten, mit allen Konsequenzen.

    • Hallo Jottes!

      Es ist halt wie sooft. Du schreibst hier alles auf was die Piraten nicht richtig ( falsch ) oder hätten besser machen sollen. Das höre ich jetzt schon zum x`ten mal. Ändern wird das allerdings nichts da ja die „ guten“ die Partei verlassen haben oder nicht mehr mitarbeiten wollen. Was soll ich jetzt hier schreiben ohne das diese Personen wieder schmollend und sich nichtverstanden einen Anfall bekommen. nun ~ !!ROFLMAO!!

      Die wenigen, die das nicht mit einem weggehen und dann von außen mit schlauen Sprüche/Empfehlungen gebend ändern wollen, werden ständig auf die Fehler der Partei hingewiesen. Und die anderen, Mahner/Kritiker, waren da noch alle dabei und haben den Mist selbst geduldet oder verursacht. Es ist einfach bei einem Misserfolg alles hinzuschmeißen und dadurch seinem eigenen schwachen Ego nachzugeben anstatt das was einem nicht passt zu ändern.

      Nur mal so. Die PP ermöglicht es jeden – sofort – aktiv in das politische Geschehen und in die Ausrichtung der PP einzugreifen/mitzuwirken. Das geht bei keiner anderen Partei – da muss man sich erst hochschleimen – bei Parteitagen kann jeder, ob er sich wichtig oder unwichtig fühlt, mitmachen. Wo gibt es das sonst noch? Meiner Meinung nach ist nun der Teil weg der die PP für seine eigenen Zwecke instrumentalisieren wollte und das nicht geschafft haben.

      Dass sich die Ziele der PP wesentlich und die Grundausrichtung sich im Allgemeinen zum negativen hin geändert haben sehe ich auch nicht.

      — Finde ich das gut —
      JUPP` DAS IST SUPER

      • Es stimmt schon, man sieht oft mehr was einem nicht so passt und wenn was gut gemacht wird, wird zu wenig gelobt. Ich habe mir extra mal einen Lob-Ordner angelegt, um erhaltenes Lob zu sammeln, für nicht so gute Stunden. Ich kenne die Piraten gut. Ich war 3 x Landesvorstand, 3 x 1V im Stadtvorstand, immer (Direkt-)Kanditat. Ich war an vielen Stellen aktiv. Vor Ort, im Land und auf Bundesebene. Ich habe die Zeit mitgemacht, von 0,9% bis 13% und zurück.

        Was man mir eher nicht vorwerfen kann ist, zu gehen wenn es schwierig wird. Ich bin seit 2009 dabei, hab gewahlkampft noch vor bevor ich Mitglied war. Ich hab die Fahne hoch gehalten auch wenn wegen der Parteientwicklung keiner mehr zum Stammtisch kam. Das passierte in Wolfsburg immer wieder. Vor Berlin, nach Berlin und mit dem Niedergang natürlich auch wieder. Weist du, wie das ist, wenn du zum Gasthof kommst, bei dem du reserviert hast, und du bist der einzige? Da bekommt man zu spüren, wie sich ein Abgesang anfühlt. Da bin ich durch. Man muss ja dennoch hin, es könnte ja noch jemand kommen. Passierte auch manchmal.

        Ich war als Vorstand dann auch an der Stelle, bei der sich die Mitglieder melden, die engagierten, wichtigen, aktiven, die dann ganz klar sagen. Ey, was machen denn die Piraten hier und dort, wenn das Piratenpolitik ist, dann ist das nicht unsere. Da kann man dann nicht viel sagen, außer sehen, wie man mit der Lücke um geht, wenn die Partei zweifelhafte Aktionen oder was auch immer für Aussagen von Vorständen, Mandatsträgern oder öffentlichkeitswirksamen Mitgliedern nicht zu beanstanden hat. Ehrenamtliche, aktive Mitglieder sind in einer Mitmachpartei, die keine Parteienfinanzierung sammeln will und kaum Angestellte finanzieren kann, ein kostbares Gut. Schnell kann man solche Lücken nicht mehr flicken und ist dann weniger wirksam.

        Ich bin erst gegangen, als ich für mich entschieden habe, dass ich mir zum einen die Anfeindungen nicht mehr an tue, und dass ich zum anderen es nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren kann, die Partei zu vertreten und ich auch keine Hoffnung mehr hatte, dass sich absehbar etwas ändert. Ich muss etwas tun, woran ich glaube. Ich habe die Partei immer gerne und mit Begeisterung vertreten, sei es in Wahlkämpfen, auf Veranstaltungen, bei Bürgerinitiativen oder durch Blogs, wie z.B. die AntiAtomPiraten, Fracking oder bei der Orga von StoppActa (wobei ich da erst spät dazu gekommen bin; andere vom Kernteam wurden aber auch aus der Partei geekelt, es lief ja auch nicht über die offiziellen Kanäle, denn da lief nichts tldr). Ich bin nicht ganz gegangen. Ich bin noch Mitglied. Aber die Power und die Luft ist bei mir raus. Ich helfe noch vereinzelt meinen Piraten in Wolfsburg, wenn sie was brauchen. Jetzt werden scheinbar alte Flyer wieder interessant, die man selber mit Opensource-Software bearbeiten kann. Die Wolfsburger und ihre Fraktion machen einen guten Job. Dass es Piraten gibt, die einen guten Job machen habe ich auch nicht verschwiegen. Alle nennen kann ich aber auch nicht, zumal es mir ja gerade um Kritik ging. Auch wenn sie zu den Ohren heraus kommt, sie ist eben leider nicht unbegründet.

        Ich halte mich mit schlauen Sprüchen auch zurück. Ich habe Distanz, bin aus den Listen weg, etc. Ich hab jetzt die Tage eben nur mal in die Listen wieder rein geschaut. Da ist es vom Mailvolumen her recht ruhig, aber vom Ton her eben nicht anders als wie oben beschrieben. Zumindest in meiner Stichprobe. Dann kommt dazu, dass ich eben die Tage wieder als Nazi beschimpft wurde, den man verkloppen sollte, weil ich es eben nicht in Ordnung finde, andere Leute wegen einer Meinungsdifferenz zu verkloppen, selbst wenn diese Meinung in meinen Augen gefährlich ist. Auf solche Parteifreunde habe ich keine Lust. Auf Gewaltdrohungen aus der Partei kann ich verzichen. Das tu ich mir nicht mehr an. Ich halte Prügel für kein probates mittel in der Politik. Ich will mich auch nicht dafür einsetzen, dass solche Leute womöglich gewählt werden, bzw. dass schon wieder solche gewählt werden.

        Die Partei war und ist wohl immer noch in sich voller Konflikte, die sie nicht nachhaltig gelöst bekommt. Das geht über die Antifa-Debatte (insbesondere Gewalt & Linksextremismus), über Gendern bis zurück zum Liquid Feedback und damit der Debatte um Datenschutz sowie Wahlcomputer. Wir alle kennen die Argumente der Positionen, brauchen wir nicht ins Detail zu gehen. Alles sind Punkte, die 2009 eigentlich klar entschieden schienen und damit thematisch die Partei nach vorne spülten. Jetzt weiss man halt nicht mehr so genau, wie die Partei sich bei solchen Fragen entscheiden wird und wann sie sich wieder umentscheiden wird, oder was für einer Person mit welcher dieser Konfliktmeinungen man ein Mandat verschaffen würde, würde man die Partei wählen. Piraten, da weiss man nicht, was man hat. Solange das so ist, hat keine der Strömungen in der Partei eine Aussicht auf Erfolg mit der Partei bei den Bürgern. Mal über ein Thema streiten ist wichtig. Wenn man sich aber nicht ernsthaft in einem sinnvollen zeitlichen Rahmen auf eine gemeinsame, nachhaltige Lösung einigen kann, dann hat man in der Politik da draußen noch nichts verloren. Falls das alles nicht stimmt, dann habe ich wohl ein falsches Bild von der Partei. Nehmt meine Eindrücke als Feedback, oder verwerft sie. Beim letzten Wahlsonntag kamen Piraten auf 0%, 0,4% und 0,8%. Kein Anspruch auf Parteienfinanzierung. Es läuft noch nicht wieder. Ohne gute Vorzeichen bleibt auch 2017 der Einzug in den Bundestag verwehrt.

        Zur Einzigartigkeit der Piraten: Man kann auch bei anderen Parteien Dinge bewirken, selbst ohne Mitgliedschaft. Man muss halt mit den Menschen reden. Eine gute Idee kann sich auch durchsetzen, wenn sie von außen kommt (Lobby, Bürgerbewegung, NGOs…, Besuch beim Bürgermeister, Job in der Verwaltung, …). Intern achten viele Parteien eher darauf, dass sie möglichst nur die Leute aufnehmen und denen Verantwortung übergeben, die auch so parteiisch sind, wie die Partei es ist, eben um störende Fundamentalkonflikte zu vermeiden. Es wäre eben blöd, wenn ein Grüner Fracking und neue Kohlekraftwerke fordert (ist schon schlimm genug, dass sie welche gebaut haben und Fracking-Erlaubnisfelder vergeben).

        Zurück zur Wahl:

        Ja, es läuft auf Pakki oder Sekor hinaus. Da braucht man keine Glaskugel. Hagenbäumer wäre eine Ansage. Pakki könnte neuen Wind rein bringen, oder neue Unruhe, vermutlich beides. Man weiss es nicht. Bei Sekor wählt man Kontinuität. Beide sind zuversichtlich, was die anstehenden Wahlen angeht. Hagenbäumer verspricht da nichts, hat aber beim Bürger bisher das Beste Ergebnis unter diesen 3en eingefahren. Bisher scheint ein Wiedereinzug in Landesparlamente eher fraglich. Die Hoffnungen liegen auf Berlin. Dort liegen die Piraten im Moment ähnlich wie im August 2011, zwischen Nichts und 3%. Die Frage ist, ob die Piraten es schaffen, nochmal zu zünden. 2009 gab es bereits eine gute Vorwelle durch sehr erfolgreiche Kommunalwahlen in Niedersachsen (wir in Wolfsburg 4,7% bei OB-Wahl) und, noch wichtiger, viel neugierige Presse. Auch dieses Jahr wählt NDS eine Woche vor Berlin. Bleibt man im Abgeordnetenhaus, darf man auch davon träumen in weiteren Parlamenten zu bleiben. Dieser Traum könnte beflügeln und sich dadurch bewahrheiten und den Einzug in den Bundestag ermöglichen. Bis dahin ist es noch weit. In 2012 haben wir in 6 Monaten 10%-Punkte verloren. Die Zustimmung wieder aufzubauen ist eine Herausforderung.

        Leider findet die Wahl in Island erst nach der Wahl in Berlin statt. In Island werden die Piraten vermutlich die neue Regierung stellen. Immerhin kommen damit die Piraten wieder etwas Aufmerksamkeit in den Medien. Wenn man es geschickt anstellt und auch positiv-coole Aktionen in Deutschland nach legt, kann man das nutzen. – Man sieht, ich kann nicht nur meckern, ich kann auch Horizonte zeigen. Wichtig ist aber auch, dass man klar macht, wofür man steht, auf einfache, verständliche Weise, mit Botschaften die die Leute Interessieren oder ihr Interesse wecken, und die sie verstehen. Wenn Piraten gegensätzliches Brüllen, gewinnt keiner. Es muss klar sein, wo die Kandidaten stehen, die dann Mandate erhalten, gerade auch weil wir in der Vergangenheit Leute mit inkompatiblen Ansichten zusammengewürfelt haben. Damit verspielt man Vertrauen, zurecht. Das Vertrauen gilt es zurück zu gewinnen, um aus dem 0,x%-Tal heraus zu kommen.

      • Hi Jottes,

        Danke für alles 🙂 was Du in der PP getan und bewirkt hast

        Grüße
        Detlef (NetterPC)

  10. Es ist schön, dass die Piratenpartei jedem ermöglicht, mitzumachen. Ich habe das mal getestet. Nach 5 Jahren aktiver Mitgliedschaft, die sich weniger durch Dauergetwittere und mehr durch kontinuierliche politische Arbeit auszeichnete, kandidierte ich nun zum 1V.
    Ihr seid leider so in euren jeweiligen Netzwerken und Bubbles gefangen dass ihr diese meine Bewerbung noch nicht mal hier erwähnt. Das ist ja auch okay, ihr seit frei wie ihr hier diskutiert.
    Kurz mal zu meiner Person: Ich habe mich im wiki ausführlich vorgestellt und Fragen beantworten (allzuviele kamen nicht, was auch in sich ein Zeichen ist) und natürlich werde ich mich auch auf dem Parteitag angemessen und ausführlich vorstellen und eure Fragen beantwortet.

    Ich rege einfach mal dazu an, in den Focus zu nehmen, dass in dieser Partei nicht nur Sekor, Pakki und Herrn Hagebäumer zum 1V kandidieren, sondern tatsächlich auch ich. ich bin weder ein weltfremder Paul Weiler, der gar nicht mitkriegt was drumherum läuft und dass er 5% bekommt und eben nicht mehr, weil die Kultur der Partei eine andere ist. Ich gehöre keinem Netzwerk etc. pp. an, das ist Vorteil und Nachteil zugleich. Für einen 1V ist es allerdings ein Riesenvorteil und für euch dann auch, da ich niemanden/keine Gruppe exkludiere. Was nicht heißt dass ich mir von den (zum Glück nur noch wenigen) schwer gestörten Obstrukteuren in dieser Partei auf irgendeiner Nase rumtanzen lasse. Die Obstrukteure die mich bereits kennen wissen das auch.

    Allerbeste Grüße, so lange ist es ja nicht mehr hin zum BPT.

    Euer Ulli Zedler

    • Hallo Ulli,

      Dem Piraten geht es wie anderen Menschen auch, er wählt, was er kennt, in der Regel nach Gefühl. Zumindest vermute ich, dass das auch jetzt immer noch gilt. Du hast in deiner Vorstellung das Problem beschrieben. Man kennt dich nicht, und das hilft nicht, wenn man gewählt werden will. Was noch helfen könnte, wäre eine absolute WOW!-Vorstellung auf dem Parteitag, oder irgend etwas anderes, dass dich bekannt macht.

      Vieles von dem, was du in deiner Vorstellung schreibst sehe ich ähnlich wie du. Du sprichst den Konflikt mit den „Linksbizarren“ und den „Nazis“ an. Das ist schon eine Problematik für die Partei. Auch wenn die Konflikte deiner Ansicht nach zu 90% aus Befindlichkeiten heraus kommt. Es gelang nicht, sie zu lösen.

      Bei den 10% politischen Konflikten muss man auch sehen, welche Kompromissmöglichkeiten da möglich sind. Wenn für den einen Steine werfen und Nazis kloppen unerlässliche Maßnahmen sind, der andere aber derartige Gewalt als politisches Mittel grundsätzlich ablehnt, wird es einfach schwierig. Weder ein „wirf halt weniger oft“, noch ein „wirf mit Schaumstoffsteinen“ wird eine der Seiten befriedigen. Da muss sich die Partei dann einigen, wie sie mit solcher Gewalt umgehen will, was akzeptabel ist und was nicht. Dann muss man sich als Mitglied daran halten. Wenn sich wer nicht dran hält, muss man das klar ansprechen und lösen.

      Dass der Umgang mit der Problematik bisher subobtimal war und ist, und dazu geführt hat, dass Leistungsträger aller Couleur gegangen sind, ist trauriges Resultat. Eine Patentlösung habe ich nicht. Ich als „Nazi“ (naja, eigentlich bin ich wohl eher ein linker oder liberaler) kann nur sagen, als Wähler möchte ich keine Mandatsträger wählen, die Steine schmeißen oder Massenbombardements gut finden, oder die solche Gruppierungen unterstützen. Ich kann auch nicht dafür werben. So ging es auch vielen Leistungsträgern ohne großen Namen, die nun halt einfach weg sind, woanders sind. Die werden auch kaum wieder kommen, wenn sie nicht sicher sind, dass „ihr“ Problem nicht wieder auftritt, bzw. warum sollten sie wieder wechseln, wenn sie nun eine gute Heimat gefunden haben.

      Bevor ich mich zu sehr wiederhole, ich bedaure das Problem, aber ich habe keine Lösung (außer die, die andere gewählt haben, weg gehen). Die meisten gingen ohne OM im Nacken.

      Der Herr Hagenbäumer steht übrigens auf einem ähnlichen Posten wie du. Den kennt auch keiner und er macht es den Leuten nicht leicht, ihn wirklich kennen zu lernen. Gut finde ich bei euch beiden, zumindest gibst du dich so, dass hinter euch keine politische Agenda steht. Sekor und Pakki sind Lager-Leute und die haben eine Agenda.

      Du wirfst anderen vor, nicht über ihre Bubble hinaus zu sehen. Bist Du selbst wesentlich aus deiner eigenen Bubbel heraus gekommen?

      • Hallo Jottes,

        Ja, ich bin aus meiner Bubble nicht nur gelegentlich herausgekommen, sondern trete dort regelmäßig in das RL heraus. Ich kenne, um jetzt mal Namedropping zu machen, aus dem Realen Leben (Twitter interessiert mich dabei nicht so wirklich), also persönlichen Gesprächen sämtliche Berliner Abgeordneten und alle aktiven Bezirksverordneten, Menschen wie BuBernd, Kungler, Julia Schramm, ADB, Anne Helm und so weiter, einige NRW-MdL wie Oliver oder Maltis, Aktive dort wie Pakki oder Dennis D., nahezu den gesamten LV Berlin incl. aller aktuellen und ehemaligen Vorstände, so wie weitere Aktive aus MeckPomm, Sachsen Anhalt usw.. Ich habe bewusst auch Ausgetretene erwähnt, um die Bandbreite darzustellen.
        Das Problem bei den Piraten ist leider, was das PERSÖNLICHE Kennen angeht, ein großes schwarzes Loch bei vielen, dieweil sie sich auf twitter scheinbar alle „kennen“.
        Es gibt aber nicht wenige, die wirken bzw. stellen sich auf twitter völlig anders dar als man sie erlebt bzw. erleben muss im RL. Als 1V ist aber das RL die entscheidende Spielebene, denn die Außenkontakte sind nicht twitter, sondern Funk, Fernsehen und Printmedien so wie deren jeweilige online-Ableger.

        Ich sag mal etwas provokativ: Wer, wie ich, 5 Jahre Piratenfraktion Berlin im Angestelltenverhältnis überlebt hat und dabei zu JEDEM, die Betonung liegt auf jedem der 15 Abgeordneten eine vernünftige, sachbezogene Gesprächsebene stets hatte und hat, den kann in dieser Partei nahezu nichts mehr umwerfen.

        Cheers, und bis bald in Wolfenbüttel!

        Euer Ulli

    • Hallo Ulli,

      danke für deinen Kommentar. Zwei Aspekte waren mir wichtig:

      1. Erfahrung mindestens als 1V auf Landesverbandsebene. Ich schrieb dann ja auch das damit für mich ein paar Kandidaten bereits deshalb ausscheiden. Sollte ich damit einem der anderen Kandidaten Unrecht getan haben und dieses Kriterium übersehen haben, so überarbeite ich das gerne.

      2. Keine Protestwählerei. Der @hagenbaeumer erschien mir da als passendes Beispiel mit seiner Überspritzung.

      Und so wurde es ein »Sorry, aber für mich läuft es auf die Frage „Pakki oder Sekor?“ hinaus« – das »Sorry« bezieht sich durchaus auf Dich, Wutze und @hagenbaeumer. Ja, mag etwas brutal gewesen zu sein euch nicht namentlich zu erwähnen. Aber es ist ja auch mein persönliches Blog und entschieden wird eh auf dem BPT. Ich bin auf eure Vorstellung und das Grillen gespannt. Vielleicht kommt ja alles.

      • Hallo piratenschlumpf!

        Wer mich wählt, wählt keinen Protest, z.B. gegen den derzeitigen 1V. Wenn das Wort von der blauen Partei nicht so mißbraucht würde, würde ich sagen, ich bin eine wählbare Alternative zum 1V.
        Zwar war ich nie in einem Vorstand, dafür aber Schiedsrichter. Die piratentypischen Konflikte kenne ich also, nur eben nicht als Vorstand mit Kontakt zum Schiedsgericht, sondern als Schiedsgericht mit Kontakt zum Vorstand. Vom Erkenntnisprozess her ist das das selbe. Weiterhin bin ich Betriebsrat in einer Piratenfraktion, auch ein Job in dem man alle Konfliktebene die es so gibt auf den Tisch bekommt und vermitteln, schlichte und lösen muss. Natürlich bekommt davon schon aus Datenschutzgründen niemand aussen etwas mit, aber jeder von euch kennt unsere 15 Fraktionäre, oder wenigstens einige von ihnen, und kann sich lebhaft die möglichen Konfliktlinien ungefähr vorstellen. Wer solch ein Vorstellungsvermögen verbunden mit Konfliktlösungskompetenz nicht hat, DEN hielte ich für ungeeignet für einen 1V, nicht dagegen jemand, der noch nie Vorstand war.

        Beste Grüße von Ulli

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